Pädagogische Fachkräfte
Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten sind häufig verunsichert, ob angesichts des neuen Phänomens der Computersucht nun generell Medien einen schlechten Einfluss auf die Schützlinge ausübt. Galt vor Jahren noch das Paradigma, Kinder möglichst frühzeitig mit digitalen Medien in Kontakt zu bringen, um sie fit für die Arbeitswelt (in der kaum mehr ein Arbeitsbereich existiert, der nicht zumindest PC- Grundkenntnisse erfordert) zu machen, wird heute von diversen „Fachleuten“ und Medien die Haltung vertreten, Kinder und Jugendliche müssten so lange es möglich sei vor den Medien, insbesondere vor dem Internet beschützt werden.
Fakt ist, dass das digitale Zeitalter längst eingeläutet ist und es dementsprechend fatal wäre, Jugendliche erst mit 18 Jahren mit Computer und Internet vertraut zu machen, wie ein sehr populistischer Vertreter der Verteufelungsfraktion fordert.
Andererseits existieren gewisse Gefahren, die nicht von der Hand zu weisen sind.
Ähnlich wie bei der Alkoholprävention geht es also nicht darum, (unrealistische) Abstinenz zu predigen, sonder einen guten und gesunden Umgang mit den Medien zu vermitteln.
Auch die Panik die angesichts so genannter Schulmassaker verständlicherweise bei einige Lehrkräften herrscht, darf nicht soweit gehen, bei einzelnen Schülern ein „Amokprofil“ erkennen zu glauben, nur weil dieser gerne Ego-Shooter spielt.
Zum Glück (oder als Pädagoge auch manchmal leider) sind Menschen komplexer, als dass ein einzelner Einflussfaktor einen Menschen grundlegend verändern könnte.
Die Medienwirkungsforschung belegt, dass Medienwirkung ein multifaktorieller Vorgang ist. Und selbst beim zusammentreffen mehrerer Faktoren ist nicht zwangsläufig eine negative Auswirkung zu erwarten.
In Fachvorträgen und Workshops wird erläutert, wie potentiell Schutzfaktoren bei Jugendlichen gestärkt werden können, um einem übermäßigen Medienkonsum vorzubeugen. Ebenso kann die Grenze zwischen verantwortungsvollem und problematischem Konsum aufgezeigt werden.
Die inhaltliche Ausgestaltung erfolgt nach ausgiebiger Rücksprache, um Ihren Bedürfnissen gerecht zu werden.
Über das Kontaktformular können Sie mich erreichen.
Einzelberatung zu problematischen oder auffälligen Jugendlichen kann ich aktuell leider nicht leisten.
Ein Hilfenetzwerk finden Sie in den Weblinks.


